Marktplatz 9, 5303 Thalgau, Österreich

SALZBURGS VERKEHRSMISERE BRAUCHT HEUTE ENTSCHEIDUNGEN

 

Viele Diskussionen im Bürgermeisterwahlkampf haben gezeigt, dass die aktuelle Verkehrsmisere das zentrale Zukunftsthema für die Salzburgerinnen und Salzburger ist. Wir als Verein RSB arbeiten seit Jahren an nachhaltigen Konzepten zur Lösung dieser Misere. Unser Projekt sieht ein mehrstufiges Konzept für den öffentlichen Verkehr vor, das die bestehende Infrastruktur optimal nutzt und dort wo es erforderlich ist, moderne Light-Rail-Züge einsetzt. Die RSB wird nicht statt den Bussen eingesetzt, sondern sie bildet in Zukunft zusammen mit dem Lokal- und S-Bahnnetz und den bestehenden (Elektro-) Busnetzen die Basis für einen leistungsfähigen öffentlichen Verkehr in der Agglomeration Salzburg (Salzburg – Bayern – Oberösterreich).

Vor zwei Jahren wurde von Land Salzburg, Stadt Salzburg, EuRegio Salzburg, Landkreis Berchtesgadener Land, Landkreis Traunstein, Freistaat Bayern und vom Verein RSB, der 59 Gemeinden vertreten hat, die ERB-Studie in Auftrag gegeben. Nachdem darin eindeutig nachgewiesen wurde, dass das RSB-Netz umsetzbar, wirksam und auch finanzierbar ist, wurde die Diskussion zwischen Land und Stadt Salzburg leider auf das Thema Untertunnelung der Altstadt reduziert. In der Sache selbst, nämlich ein Verkehrskonzept für den Salzburger Zentralraum zu entwickeln, hat sich wenig getan.

Gott sei Dank scheint sich das nun im Vorfeld der Bürgermeisterwahl zu verändern. Für alle Kandidaten steht das Thema Verkehr, natürlich in unterschiedlichen Varianten im Zentrum.

Die Bürgermeister der Gemeinden Thalgau, Anif und Schönau am Königssee nehmen gemeinsam mit dem Verein RSB genau diese Diskussion zum Anlass, um die Bevölkerung über jede Parteigrenze hinweg über das Konzept RSB zu informieren.

Wir haben die Aussagen der Bürgermeisterkandidaten der Stadt Salzburg zusammengefasst – machen Sie sich selbst ein Bild:

Bernhard Auinger


Für die Umsetzung der Messebahn vom Ausstellungszentrum bis zum Bahnhof werden wir in einem ersten Schritt gemeinsam mit dem Land eine Planungsgesellschaft gründen.  In diesem Rahmen sollen langfristig auch weitere schienengebundene Nahverkehrslösungen umgesetzt werden.

Es geht darum, dass man sich in der Planungsgesellschaft gemeinsam mit Experten auf ein Konzept einigt und dann mit Bund und EU die Finanzierung klärt. Die Messebahn ist im ersten Schritt zum Bahnhof relativ schnell realisierbar, darf aber dort nicht enden.

HARALD PREUNER


Eine Messebahn bis zum Bahnhof hätte nur Sinn, wenn man die Lokalbahn zunächst unterirdisch vom Bahnhof bis zum Mirabellplatz führt.


Die sinnvollste Lösung des Salzburger Verkehrsproblems ist, dass alle Gleise (S-Bahn von FreiDlassing und von Golling und auch das Westbahngleis) unterirdisch bis zum Mirabellplatz geführt werden. Dann hätte man langfristig eine Kombination von vier Linien inklusive der Messebahn.

VEREIN RSB


Beide Spitzenkandidaten sehen den Handlungsbedarf. Bernhard Auinger sieht mit der Umsetzung der Messebahn einen ersten Schritt für die Umsetzung des RSB-Gesamtkonzepts. Harald Preuner tritt für die Bündelung der bestehenden Bahnen (S-Bahn, Westbahn und Lokalbahn) unterirdisch am Mirabellplatz ein. Das RSB-Konzept sieht eine maximale Vernetzung aller Verkehrsträger vor.

Bestehende Netze (S-Bahn, Lokalbahn und Bus) sollen mit neuen, erforderlichen Light-Rail-Linien kombiniert werden, um damit eine leistungsfähige ÖV-Struktur zu schaffen. Dabei gilt es, kurzfristige Maßnahmen rasch umzusetzen und langfristige Projekte jetzt zu beginnen.