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Regionalstadtbahn Salzburg – Nach Rehberg-Studie – Jetzt kann es weitergehen.

Am Montag dem 20.1.2017 wurde die vom Salzburger Bürgermeister Hein Schaden beauftragte Studio zur Machbarkeit der Tunnelvariante der Stadtregionalbahn präsentiert. Schon vorab wurden einige Ergebnisse dieser Studie bekannt. So soll das Projekt laut Studie beinahe 1,5 Milliarden Euro kosten und nicht wie in der ursprünglichen vom Verkehrsverbund in Auftrag gegeben Machbarkeitsstudie nur 460 Mio. EUR. Zusätzlich sagt die Rehberg-Studie, dass die Untertunnelung erhebliche technische Risiken birgt, die eine seriöse Kostenschätzung beinahe unmöglich macht. Insgesamt kommt, was die Tunnelvariante angeht, die Studie also zu einem negativen Ergebnis.

Genau das hat der Verein RSB Salzburg-Bayer-Oberösterreich bereits vor zwei Jahren als Mängelrüge gegenüber den Erstellern der ersten Studie eingewandt. Leider haben damals die Entscheidungsträger des Landes Salzburg auf dem Studienergebnis beharrt und damit sind nun zwei Jahre vergangen in denen hinsichtlich Umsetzung des dringend notwendigen Verkehrskonzepts für die Region und die Stadt Salzburg leider nichts bzw. nur sehr wenig passiert ist.

Die Bewohner der Region rund um die Stadt und die Salzburger selbst stehen weiterhin im Stau. Was aber tatsächlich in den letzten Monaten passiert ist, ist, dass die Verantwortlichen erkannt haben, dass etwas geschehen muss. Beschlossen wurde dann freilich nur ein minimaler Kompromiss zum Ausbau der Busspuren und zur Einrichtung von ein paar Schnellbuslinien. Allen ist bewusst, dass damit das Salzburger Verkehrsproblem nicht gelöst ist.

Wir vom Verein RSB sind davon überzeugt, dass weiterhin mit Hochdruck an einer umfassenden Verkehrslösung zu arbeiten ist. Argumente wie z.B.: „eine oberirdische Variante kommt für mich nicht in Frage“ dienen genauso wenig einer möglichsten zeitnahen Lösung wie die Argumentation „das Projekt ist eh viel zu teuer und kann deshalb nicht umgesetzte werde“.

Aufgabe der Politik ist es nicht Justament-Standpunkte einzunehmen und damit Verkehrslösungen für die Bürgerinnen und Bürger zu verhindern, sondern an langfristigen tragfähigen und finanzierbaren Lösungen zu arbeiten.

Das Konzept der RSB Salzburg-Bayer-Oberösterreich erfüllt genau diese Voraussetzungen, bringt wesentlich mehr Fahrgäste vom Auto zum öffentlichen Verkehr, benötigt weniger Platz wie die heutigen O-Busse, ist absolut abgasfrei, extrem Lärm arm und darüber hinaus (ohne Tunnel) auch finanzierbar.

Die Integration im kritischen Bereich bei der Stadtdurchfahrt entlang der Salzach lässt sich problemlos, auch im Sinne der Erhaltung des Unesco Weltkulturerbes der Salzburger Altstadt, realisieren.

Der Verein RSB lädt als unabhängige Einrichtung alle Betroffenen und alle Beteiligten ein, die Diskussion unvoreingenommen wieder aufzunehmen und damit für die Bürgerinnen und Bürger ein tragfähiges und zukunftssicheres Verkehrskonzept zu entwickeln und umzusetzen. Damit wollen wir direkt die Stadt Salzburg, das Land Salzburg sowie die Gemeinden der Regionen Salzburg-Bayern-Oberösterreich ansprechen.